Heute möchte ich wieder eine Email mit dir teilen, die ich von einer Hochzeitsplanerin bekommen habe

diesmal zum Thema: was tun, wenn du dich von den vielen Aufgaben, die das Hochzeitsplanungsbusiness mit sich bringt, überlastet fühlst?

Und weil nie nur eine von euch diese Frage oder jenes Problem hat, sondern immer auch noch andere, ist es doch umso schöner, wenn auch du von meiner Antwort profitieren kannst:

 

„Hallo Christine…:)
du weißt ja wie mein Werdegang seit September letzten Jahres verlief. Nun würde ich dir gern wieder ein paar Zeilen dazu schreiben.

Der letzte Punkt war, dass ich Flyer erstellen wollte, was dann jetzt erst geklappt hat.
Ich hatte im Mai ein weiteres wunderschönes Styled Shooting, was ich etwas größer aufgezogen habe. Leider wollten 3 Blogs dies nicht veröffentlichen, wegen dem Stil der Bilder (müsste vielleicht mal einen andere(n) Fotograf anfragen..?!)

Dann hat bei uns in ein Brautmodengeschäft eröffnet, von denen hatte ich ein Kleid geliehen für das Shooting. Bis jetzt haben sie leider noch keine Bilder mit Verlinkungen gepostet auf Instagram, aber da wollte ich mal nachfragen.. in der Hoffnung auf Kunden.
ABER was richtig cool ist, meine schönen Flyer sind in deren Goodybags drin für die Bräute, die bei ihnen ein Kleid kaufen – aber auch da bisher keine Anfragen oder Follower 🙁 

Im Juni dann das große …WOW… eine Anfrage einer Freundin meiner Freundin … yeah
Daraus ist eine Komplettplanung geworden innerhalb von 3 Monaten, Ende August war die Hochzeit und ich bin fix und fertig. 

Privatleben null, Freizeit null, Haushalt null, Zweisamkeit mit meinem Partner auf null und dann noch 32h die Woche arbeiten gehen. 

Jetzt ist erstmal der wichtigste Punkt, im September meine Internetseite zu machen, damit ich eine außergewöhnlich tolle Internetpräsenz habe, weil ich meine Arbeit beim Wedding Award Germany einreichen werde.

Ich fühle mich gestoppt… ich kann nicht loslegen wie ich will. Es ist einfach das Geld.

Ich habe keine Zeit um viel rumzufahren um Locations zu besichtigen, kann mich bei keinem Diestleister vorstellen weil mir die Zeit fehlt, Shooting nicht weiter einreichen weil keine Zeit. 

Du denkst wahrscheinlich, „Oh sie geht nur 32h die Woche arbeiten“, aber man hat auch wirklich normales Sachen zu tun wie Haushalt oder einmal ausschlafen oder mein Mädelstrip wie dieses Wochenende, der schon ein Jahr gebucht ist…

Ich habe so viel zu tun, das ich mein Business nicht so aufbauen kann, das ich davon leben kann irgendwann. Die Zeit vergeht wie im Flug und ich fühle mich als ob ich nicht von der Stelle komme.

Deine gestresste Hochzeitsplanerin…“

 

Meine Antwort:

„Liebe gestresste Hochzeitsplanerin,

Mensch, hab mich riesig gefreut, wieder von dir zu hören, und dann noch mit so einem tollen Update. Ich kann nur wiederholen, was ich dir schonmal geschrieben habe: ich finde, du machst das alles ganz toll. <3

In deiner Email steckte soviel, dass ich mich entschieden habe, dir ganz, ganz ausführlich zu antworten – das was ich hier mit dir teile, geht schon so tief und ist so detailliert, dass es normalerweise allein schon aus Zeitgründen nur in meinen Coachingsessions Platz finden kann. Da mache ich aber von Herzen gerne eine Ausnahme, weil es wirklich ein wichtiges Thema ist.

Du hast mir in deiner Email wieder so viele Sachen geschrieben, auf die du echt stolz sein kannst, für die du dich & dein Business echt feiern solltest… aber ich glaube, das ist dir selbst gar nicht klar. Ganz im Gegenteil 🙂  …ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass du dich so ein bisschen in einer Negativschleife ver-irrt hast (und das meine ich ganz herzlich, nicht verurteilend) – denn du schreibst ganz viel wie

 

 „ich fühle mich als ob ich nicht von der Stelle komme / bisher keine IG Anfragen oder Follower / nach der Hochzeit fix und fertig / Privatleben null, Freizeit null, Haushalt null, Zweisamkeit mit meinem Partner auf null und dann noch 32h die Woche arbeiten / ich fühle mich gestoppt / ich kann nicht loslegen wie ich will. Es ist einfach das Geld / Ich habe keine Zeit / kann mich bei keinem Dienstleister vorstellen / Shooting nicht weiter einreichen / ich habe so viel zu tun, dass ich mein Business nicht so aufbauen kann, dass ich davon leben kann irgendwann…“

 

…das sind alles Ausdrücke aus deiner Email, so wie du sie mir geschrieben hast – wenn du dir das alles mal selbst so durchliest… spürst du, was ich meine?

Beim Lesen der Email hab ich einen großen Fokus auf den negativen Dingen gespürt.
Wie du in meinen Emails und ja auch damals in meiner Mindfulness-Audio-Serie schon gehört hast – berichte ich immer wieder darüber, wie wichtig es ist, unsere eigenen Gedanken zu beobachten und zu schauen, was sie zu uns sagen (ja, die Gedanken zu uns, nicht anders herum ;), dann zu schauen, ob das wirklich hilfreich ist, was sie uns da erzählen und wenn nicht, sie dann anders – also positiver – zu programmieren.

Wie es mir scheint, erzählen dir deine Gedanken gerade eine Story von „ich bin noch nicht da wo ich sein will, ich bin zu langsam, ich werde von äußeren Faktoren (Job, Zeit, Geld etc.) vom Erfolg abgehalten, und ich bin gestresst…“

Und genau da beginnt die eigentliche Arbeit 😉 Dir deiner negativen Gedanken bewusst zu werden, und sie förmlich in positivere umzuwandeln. Positivere Glaubenssätze annehmen.

Darüber habe ich ja in Modul 2 meiner Mindfulness-Audio-Serie ganz detailliert gesprochen, hier ist nochmal der Link zu der Serie, vielleicht macht es dir ja Spaß, dir dieses Audio gleich nochmal anzuhören:

 

 

Warum ist es so wichtig, dir deiner negativen Gedanken bewusst zu werden?
Weil unsere Gedanken letztlich bestimmen, wie wir uns & unser Leben wahrnehmen. Wir können unsere Gedanken tatsächlich steuern. Das ist uns oft nicht klar, weil wir uns von klein auf so daran gewöhnt haben, uns von unseren eigenen Gedanken und den Gedanken unseres Umfelds steuern zu lassen. Aber: wir können jeden unserer negativen Gedanken in einen positiven umwandeln. Und damit die Dinge anders sehen.

 

Ich zum Beispiel empfinde Folgendes, wenn ich deine Email nochmal lese:

wenn ich mir da so anschaue, was du alles schon machst, wie selbstbewusst du neue Hürden erklimmst und offen auf Menschen zugehst (Influencer, German Wedding Award), dann sehe ich eine Hochzeitsplanerin, die die Dinge – TROTZ (!!!) Vollzeitjob (ja, 32h pro Woche möchte ich ohne Zweifel als Vollzeitjob bezeichnen) und Quereinstieg in einer neuen Branche!!! – zielstrebig und mutig anpackt, genau weiß, was sie will, keine Angst hat, sich neuen Herausforderungen zu stellen, dabei alles gibt, eine Idee nach der anderen umsetzt, dabei direkt aus Fehlern lernt, für Coaching und Unterstützung von aussen offen ist, nie stehen bleibt, und dabei kontinuierlich neue Meilensteine erklimmt –

 

und denk auch mal daran zurück, was du dir wohl vor nicht allzu langer Zeit noch sehr erträumt hast… zuerst mal alles zu lernen, was man für die Profession Hochzeitsplanerinbraucht, dann hast du von Anfragen geträumt, dann von der Buchung der 1. Hochzeit (!!), dann davon, die 1. Hochzeit überhaupt durchzuführen, und all die anderen Meilensteine, wie die Styled Shoots etc. Da ist doch jeder für sich immer wieder eine neue Herausforderung – schau zurück, und wie weit du mittlerweile gekommen bist.

 

Doch: du bist auf einem WEG unterwegs… nicht in einer Rakete, die dich innerhalb kürzester Zeit von Null zum Mars befördert… dies ist eine Reise, deine Reise, und du hast sie gerade erst begonnen, und dabei die ersten tollen Meilensteine (das sind die schwersten!!) schon wahsinnig toll gemeistert. Auch wenn man nach jedem Meilenstein müde und erledigt ist… denkt, man hätte dies und das besser machen können… auch das ist normal…aber kein Grund, dich mit negativ Gedanken selbst fertig zu machen und schon gar nicht, dein Licht über all das, was du schon geleistet hast, in den Schatten zu stellen.

 

Ich möchte dir also eine Übung mitgeben 😉 – so wie ich es auch einer Hochzeitsplanerin geben würde, die direkt bei mir im Coaching ist:

ich möchte, dass du mal genau auf deine Gedanken achtest – und wann immer da ein Gedanke auftaucht wie:

 

  • „ich fühle mich als ob ich nicht von der Stelle komme
  • nach der Hochzeit bin ich fix und fertig
  • dann noch 32h die Woche arbeiten
  • ich fühle mich gestoppt
  • es ist einfach das Geld
  • ich habe keine Zeit
  • ich kann mich bei keinem Dienstleisten vorstellen
  • ich habe so viel zu tun, dass ich mein Business nicht so aufbauen kann, dass ich davon leben kann irgendwann…“

 

wandelst du ihn um in:

 

  • ich bin genau an der richtigen Stelle meines Weges
  • nach jeder Hochzeit fühle ich mich so richtig erfüllt & happy – zwar müde, aber glücklich darüber, was ich erreicht und geleistet habe
  • TROTZ der 32h-Woche baue ich mir ein erfolgreiches Business auf – ich schaffe das, ich mache das so toll!
  • ich habe alle finanziellen Ressourcen, die ich brauche, und mehr sind bereits auf dem Weg zu mir
  • Zeit dehnt sich aus für mich. Ich habe mehr als genug Zeit für alles, was ich erreichen will und mir wünsche
  • viele Dienstleister werden auch von sich aus auf mich aufmerksam. Ich habe bereits viel getan, damit dies von sich aus passieren kann, z.B. gibt es meinen Instagram-Account, und dann sind da noch all die Kontakte, die mich bereits kennen und die ihreseits anderen von mir erzählen können. Ich muss nicht jeden Dienstleister oder jede Location von selbst kontaktieren – ich bin offen dafür, von ihnen entdeckt und kontaktiert zu werden, und ich lasse mir hier vom Universum unter die Arme greifen 😉
  • mein Business ist bereits jetzt wunderbar aufgestellt. Ich baue mein Business jetzt schon so auf, dass ich davon leben kann und ich bin auf dem besten Weg dahin

Und:
Ich bin stolz auf mein Business, stolz auf meine Ideen, und ich vertraue darauf, dass sich meine Wünsche und Ziele erfüllen, und dass alles, was ich bereits getan habe und tue – für HEUTE, für den jetztigen Moment, GENUG ist.

 

Na, wie klingt das? Schon viel besser oder? Hoffentlich konntest du schon allein beim Lesen spüren, wie sich deine Stimmung etwas gelöst und gebessert hat? Mir geht es jedenfalls jedesmal wieder so, wenn ich diese Übung mit meinen eigenen Gedanken mache, und bei meinen negativen Gedanken mal gründlich ausmiste.

Aber eine Warnung: dies ist nichts, was nach einmaliger Übung getan ist. Es geht darum, dein Bewusstsein grundsätzlich zu schärfen, und dir damit selbst Tools in die Hand zu geben, die Dinge positiver sehen zu können, und nicht in einem Loch der Negativität zu landen. Diese Übung… am besten begleitet sie dich ab jetzt jeden Tag, und du kannst sie auch für sämtliche andere Bereiche deines Lebens anwenden.

 

Liebe gestresste Hochzeitsplanerin, ich hoffe, dir hilft meine Antwort weiter. Und eventuell sehen wir uns bald zu einem Coaching? Ich würd’ mich riesig freuen!

Alles Liebe, und immer einen positiven Ausblick <3

Christine

 

P.S. Hier ist nochmal der Link zu meiner Mindfulness-Audio-Serie (die ist kostenfrei – du musst dich einfach nur hier dafür anmelden)