Heute möchte ich eine weitere Email mit dir teilen, die ich von einer angehenden Hochzeitsplanerin bekommen habe – zum Thema: was tun, wenn du dir Sorgen machst, im Sommer als Hochzeitsplanerin nicht mehr in Urlaub fahren zu können und die Vorstellung von ständiger Samstagsarbeit schwierig für dich ist?

 

Und weil nie nur eine von euch diese Frage oder jenes Problem hat, sondern immer auch noch andere, ist es doch umso schöner, wenn auch du von meiner Antwort profitieren kannst:

 

„Hallo liebe Christine,

am Wochenende hatte ich eine Unterhaltung mit meinem Partner und meinte, dass die Vorstellung von ständiger Samstagsarbeit schwierig für mich ist. Ich hatte mir Sorgen gemacht, im Sommer nicht mehr in den Urlaub fahren zu können, in ein paar Jahren zu wenig Zeit für den Nachwuchs zu haben, für den Partner, mich selbst, usw. Ich meinte dann, dass es ein Traum wäre, wenn man irgendwann noch eine/n Mitarbeiter/in hätte, der/die einige Samstags-Hochzeiten übernimmt, also bei klassischen Zeremonienmeister-Buchungen. Mein Partner war skeptisch und meinte, dass das Brautpaar sicherlich niemand anderen möchte, wenn ich vorrangig in den sozialen Medien und auf der Homepage auftrete.
Wie siehst du das? Ich würde mir gerne ein realistisches Bild machen – vor allem weil das auch ganz neue Arbeitszeiten im Gegensatz zu meinem 9 to 5 Job wären.
Ganz lieben Dank, auch für die tollen Einblicke und spannenden Infos, die du in deinen Newslettern immer mit uns teilst. 🙂

Deine vorausdenkende Hochzeitsplanerin…“

 

Meine Antwort:

 

„Liebe vorausdenkende Hochzeitsplanerin,

ich habe mich so über deine Fragen gefreut!! 🙂 Ich kann sie nämlich so gut nachvollziehen, sie sprechen mir förmlich aus dem Herzen. Und ehrlich gesagt wünschte ich mir, mehr Hochzeitsplaner würden sich früher über all deine Fragen Gedanken machen – bevor sie sich in ihr Herzensprojekt stürzen.

Mir scheint, wir sind da sehr ähnlich gepolt. Und bevor ich hier zu den Tips komme, möchte ich dir erstmal einen allgemeinen Anstoß zum Thema Selbstständigkeit geben – denn da fängt nämlich alles schon an:

 

Ganz wichtig ist, dass du Folgendes für dich total verinnerlichst:
und zwar, dass

alle deine Träume und Wünsche, jeder einzelne davon, dir vom Universum als Geschenk geschickt wurden.

 

Für keinen deiner Wünsche musst du dich entschuldigen, dich dafür schlecht fühlen – und schon gar nicht: irgendeinen davon unterdrücken.
Das sehe ich nämlich so oft: dass ein gewissen Bild davon, ‚wie’ etwas landläufig gemacht wird, ‚wie’ ein gewisses Berufsbild allgemein ausieht und was davon erwartet wird, beeinflusst, wie sich neueinsteigende Hochzeitsplaner/innen darauf einrichten. Obwohl gewisse Strukturen – wie z.B. sehr ortsabhängig zu sein oder 5 Monate im Jahr an den Wochenenden unterwegs zu sein – gar nicht zu ihrem gewünschten Lebensstil passen. Aber ich schreibe hier und auch in meinem wöchentlichen Newsletter (hier kannst du dich anmelden)  immer wieder, dass genau andersherum ein Schuh daraus wird: dass deine Wünsche und ihre Erfüllung ganz am Anfang des Bauens deiner Selbstständigkeit als Hochzeitsplaner / Hochzeitsplanerin stehen sollten – und alles andere erst danach geschustert wird. Ansonsten kreierst du dir nämlich nur einen neuen ‚Job’, aber keine leidenschaftliche Betätigung.

Deine Wünsche werden also zur Basis deiner Selbstständigkeit als Hochzeitsplanerin – nicht nur zur ‚cherry on top’ die erst dann ihren Platz bekommt, wenn ‚alles andere’ schon eingerichtet wurde.

 

Du schreibst, du liebst die Hochzeitswelt, und Hochzeiten zu planen interessiert dich, aber Samstagsarbeit ist nicht so dein Ding? Den Sommer lang an den Wochenenden gebunden zu sein, und dein Unternehmen mit deiner eigentlichen Persönlichkeit als Personen-Brand aufzubauen, auch nicht?

Dann bau’ es dir auch nicht so auf! Denn mit jedem Element, dass du in dein Unternehmen erlaubst, das dir eigentlich gar nicht liegt, das du nicht magst, das du am liebsten vermeiden würdest… kreierst du dir einen inneren Widerstand, dein Unternehmen – sprich, dein Business für Hochzeitsplanung – wirklich zum Erfolg zu führen. Denn Erfolg würde dann ja bedeuten… dass es davon noch mehr gibt. Jede Samstagshochzeit, für die du dich mit Präsenz am Event buchen lässt – würde diesen inneren Widerstand in dir weiter aufrufen. Damit stehst du dir selbst im Weg, deinen Buchungskalender voll zu machen – verstehst du? Weil du es innerlich eigentlich gar nicht willst… weil… um mal deine eigenen Worte zu benutzen… „die Vorstellung von ständiger Samstagsarbeit schwierig für dich ist“ oder du dir „Sorgen machst, im Sommer nicht mehr in den Urlaub fahren zu können“.

 

Dagegen gibt es aber zwei Möglichkeiten:

1. entweder du schaffst es, den entsprechenden Bestandteil deiner Selbstständigkeit in einem anderen Licht, aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten‚ du ‚re-framst’ ihn also (das ist ein Ausdruck aus dem NLP, und leitet sich vom englischen Wort ‚frame’ ab – im Sinne, dass man eine Situation wie durch einen neu Rahmen neu sehen und bewerten kann; ein absolut geniales Konzept) – was aber gewisse Übung braucht und schwieriger ist, weil es eine bewusste innere Entscheidung hin zur Positivität bedingt,

oder

2. du sorgst von Anfang an dafür, so wenig Widerständen wie möglich in deinem Unternehmen Platz zu geben – also dein Business ganz nach DEINEN (!) Wünschen zu gestalten. Wann immer Widerstände auftauchen – sie umzudenken und nach anderen Wegen und anderen Lösungen zu suchen. Das geht. Ist aber unüblich und erstmal unbequem, weil es viel einfacher ist, schon ausgetretenen Wegen (erstmal) zu folgen. Vor allem, wenn man in einer Branche neu Fuß fassen will, und sich erstmal umschaut, ‚wie das andere so machen’, oder dir auf Weiterbildungen, Workshops etc. gewisse Vorgehensweisen bereits nahegelegt wurden.

Ich persönlich wähle meistens die zweite Möglichkeit. Ich schaue, was gefällt mir, was nicht, und dann strebe ich an, mehr von dem zu integrieren, was mir gefällt und zu eliminieren, was mir nicht zusagt. Mich meinem Ideal also immer mehr anzunähern, mutig nach Alternativen und Lösungen zu schauen. Und diese dann genauso mutig umzusetzen. Meinen Traum zu leben, auch wenn andere vielleicht erstmal verdutzt gucken. Weil sie das, was ich mich traue, so noch nie gesehen haben. Oder selbst nicht auf so eine Idee gekommen sind.

 

Praktisch könnte das für deine Situation so aussehen:

(ich geh‘ hier ins Coaching, so ähnlich sehen auch meine Sessions aus, da geht’s ans Eingemachte, da suchen & finden wir Lösungen, lösen Knoten etc.)

>>> du baust dein Business gleich so auf, dass es (vorwiegend) auch ohne dich funktionieren kann. Das setzt voraus, dass du dich bereits von Anfang an mehr als Unternehmerin und Investorin siehst, als nur als Selbstständige oder gar noch als ‚Klein’unternehmerin.

 

Das bedeutet:

  • du bist offen für Outsourcing und beginnst früh damit: Virtual-Assistent/in fürs Office und Emailing, ein/e oder mehrere Mitarbeiter/innen für den Einsatz vor Ort am Wochenende. Praktikant/in. Verlässliche Einsatzkräfte auf Stundenbasis. Associate-Hochzeitsplaner, die erst mit dir und später für dich Hochzeiten planen und begleiten. Baust ein Traumteam auf, auf das du dich verlassen kannst.
  • du erstellst ein SOP-System (Standard Operation System), mit dem es ein Leichtes ist, Aufgaben an andere schnell & effizient abzugeben. Damit arbeitest du wann immer es geht und auch deine Mitarbeiter aktualisieren und vervollständigen es kontinuierlich
  • du arbeitest so zeiteffizient du kannst, benutzt Vorlagen wo immer es geht (z.B. meine smarten Emailvorlagen, die dir unglaublich viel Denkarbeit abnehmen)

 

 

  • du siehst dich als den kreativen, lenkenden und vor allem unternehmerischen Part, nicht nur als den ausführenden Part (da bleiben viele Gründer/innen jahrelang stecken).
  • und: du entwickelst deinen Mindset, und bist dir bewusst, dass er der wichtigste Part im Aufbau deines Traumunternehmens und Traumlebens ist, und dass nur ein starker, offener Mindset dich an dieses Ziel bringt. Das fängt schon beim Outsourcen an (wo oft ein Mangel-Mindset seine Zähne zeigt) und man einen starken Mindset braucht, um anzufangen ein Team aufzubauen, auch wenn die Einnahmen noch nicht riesig sind.
  • du denkst bereits gleich groß, und verschiebst das nicht auf später. Du entwickelst eine Vision für dein Business, nicht nur für dich selbst.
  • du denkst mehr in ‚Agentur’ als in ‚einzelne Hochzeitsplanerin’. Deine Webseite und Social Media baust du entsprechend auf, zeigst dich entsprechend online mit deinem Team, sprichst von ‚wir’ statt von ‚mir’ – inkl. entsprechenden Fotos & kontinuierlicher Vorstellung deiner Mitarbeiter etc.
  • von typischen Hürden beim Aufbau deines Teams lässt du dich nicht unterkriegen (auch Teamführung und alles was dazu gehört muss man erst lernen!) sondern siehst sie als Chance zu wachsen

 

Das sind jetzt schon sehr detaillierte Tipps, und sie alle tragen dazu bei, dein Unternehmen so flexibel wie möglich zu gestalten – auch in einem Berufsfeld wie der Hochzeitsplanung, das in der Tat recht vorgegeben wirken kann – neben all der Kreativität und Flexibilität, die es ausserdem bietet.

 

Was ich mit all dem sagen will?

Hör auf deine Herzenswünsche. Trau dich, neue Pfade einzuschlagen, neue Wege einzutreten. Andere werden dir folgen, glaub mir. Es gibt viele Hochzeitsplaner & Hochzeitsplanerinnen da draussen, die sich ebenfalls wünschen, weniger Samstage im Einsatz zu sein. Oder die im Herbst dem Sommer nachtrauern, weil sie ihn wiedder mal fast nur auf Hochzeiten verbracht haben. Es braucht Menschen wie dich und mich, die ihre Bedürfnisse zum Grundstein ihrer Entscheidungen machen, und sich trotzdem nicht von ihren Ideen abbringen lassen. Es geht fast alles, wenn man will.

 

Und noch was: mach dir bitte auch nicht allzu viele Gedanken über die weit entfernte Zukunft. Was in ein paar Jahren ist. Lebe im Jetzt. Denn bis dahin kannst du schon ganz andere Ideen haben, die Branche sich weiter entwickeln, und deine Ziele sich auch. Mir geht das immer so. Ich bleibe nie stehen, entwickele mich und meine Businessideen ständig weiter. Füge neue Businesses und Einkommensquellen hinzu und beende, was mir nicht mehr gefällt. Schau genau hin, wofür mein Herz weiter schlägt und wofür nicht mehr. Nehme immer all die vorherigen wunderbaren Erfahrungen und Kontakte mit und verfeinere so mein wunderbares Leben immer weiter.

Es kann sein, dass du mit der Hochzeitsplanung beginnst aber nach ein paar Jahren die Idee für das nächste große Ding hast. Und das dann (zusätzlich) aufziehst. Zergrübel dir nicht jetzt schon den Kopf über was irgendwann, oder in ein paar Jahren ist (und ich kann dir das so deutlich sagen, weil ich genau diesen Fehler in den ersten Jahren gemacht habe, bis ich merkte, dass nichts stetig ist, dass immer alles im Fluss ist und dass Planung eigentlich keinen Sinn macht.) Das Wichtigste ist, dass du darauf hörst, was du JETZT willst. Was du wirklich willst. Und damit als Fundament loslegst. Der Rest, kommt dann von allein.

 

Und ich begleite dich gerne auf deinem Weg, mit einer einzelnen individuellen & intensiven Coaching-Session, oder kontinuierlich, indem du Teil meines Inner Circle wirst, wo wir intensiv zusammen, sozusagen Schulter an Schulter an deinem Traum feilen. Da ist immer Platz für große, wegweisende Fragen, auf die du selbst vielleicht nicht klar siehst, wie diese, die du mir hier gestellt hast, wie auch für die kleinen Fragestellungen, die einen immer mal wieder zwicken. Ich geb dir den nötigen Schubser, wenn du noch unsicher bist, teile meine Erfahrungen und auch meinen eigenen Mut mit dir. Weise dich auf Fallstricke hin und sag dir auch mal ehrlich, wenn du vor Entscheidungen wegrennst. All das – in meinen Coachingsessions.

Meine Ressourcen, Onlinekurse und Vorlagen sind ausserdem eine super Starthilfe für dich und werden von deinen Kolleginnen und Kollegen aus der Hochzeitsplanungs-Branche hier schon seit 2018 geliebt und genutzt (der beste Deal ist übrigens das komplette Ressourcen-/Starter-Kit). Darauf bin ich zwar stolz, aber was mein Herz noch mehr bewegt ist, wenn ich jemanden wie dir helfen kann ihren Pfad durch die Hochzeitswelt zu schlagen und zum Erfolg zu navigieren. Nach ihren Herzenswünschen, nicht nach vorgegebenen oder althergebrachten Standards. Ich unterstütze dich dabei, genau die Standards zu setzen, die DICH glücklich machen. <3

Liebe vorausdenkende Hochzeitsplanerin, ich hoffe, dir hilft meine Antwort weiter. Vielleicht sehen wir uns bald zum Coaching! Ich würd’ mich riesig freuen!

 

Alles Liebe <3

Christine

 

P.S. Hier ist nochmal der Link zu den besagten Emailvorlagen!